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Die Seehunde von Texel

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAKONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAKONICA MINOLTA DIGITAL CAMERASie heißen Tamara, Alex oder Brian. Und sie haben eines gemein: Die Seehunde wurden alle am Strand der Nordseeinsel gefunden. Sie waren krank, zum Beispiel durch den Befall von Lungenwürmern, geschwächt oder haben während eines Sturmes die Mutter verloren.

Wenn sie wieder kräftig genug sind, werden sie im Wattenmeer freigelassen. Es gibt Ausnahmen: Ältere oder behinderte Tiere bleiben für immer in Ecomare, dem Zentrum für Wattenmeer und Nordsee auf Texel. Viele von ihnen sind blind oder es fehlen Zähne. Sie können nicht mehr freigelassen werden. Ein Gnadenhof für Seehunde.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAKONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Doch oberstes Ziel ist die Wiederauswilderung von jährlich 50 bis 70 Seehunden und Robben. Das war nicht immer so. Seit 1952 werden auf Texel Seehunde und Robben aufgefangen. Zu Beginn blieben alle aufgenommenen Lebewesen für immer im damaligen Texel Museum, da sie damals bejagt wurden. Woher kommt der Name Ecomare? Eco führt seinen Namen auf ecology und ecosystem zurück und mare ist der lateinische Name für Meer.

Bei Ecomare leben auch zwei Schweinswale. Beide wurden von der Stiftung SOSDolfijn aufgenommen und können nicht mehr ausgesetzt werden. Schweinswale kommen häufig in der Nordsee vor, sie sind jedoch wegen ihrer unauffälligen Lebensweise relativ unbekannt.

Es gibt auch eine Vogelpflegestation. Hier werden vor allem Seevögel aufgenommen, zum Beispiel die, die durch Öl verschmutzt sind.

Bildungsauftrag

Pro Jahr besuchen Hunderte von Schulklassen das Zentrum. Sie nehmen an Programmen teil, die von einem Tag bis zu einer gesamten Arbeitswoche dauern können. Themen wie Strand, Dünen, Watt oder Vögel werden in Programmen für unterschiedliche Altersklassen entwickelt.

Zeit, Futter zu fassen. Tamara, Alex und Brian warten schon auf die freiwilligen Helfer, die sich mit großer Zuneigung um die Tiere kümmern. Und wenn ihr Kopf aus dem Wasser ragt und sie mit großen, dunklen Knopfaugen die Besucher betrachten, könnte man meinen, es sei ihnen noch nie besser gegangen.

So, und jetzt genug mit dem Knipsen! Wir wollen weiterschlafen! Bis bald hier in Texel!KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Fotos: Enric Boixadós

 

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