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143 Tage vegetarisch

Meine bewusst getroffene Entscheidung kein Fleisch mehr zu essen ist nun schon 143 Tage her. Davor hab ich nicht sonderlich viel Fleisch gegessen, aber noch immer wieder. Was ist in diesen 143 Tagen passiert?143 Tage sind es genau seit meinem Eintrag „Es ist beschlossen„. Die Monate vorher, war ich gelegenheits-Vegetarierin, sofern es sowas gibt. Ich kaufte kein Fleisch mehr im Supermarkt, aber achtete unterwegs nicht auf das was ich esse.

Am meisten überrascht hat mich, dass ich bis jetzt ca. 6 Kilo abgenommen habe. Es wäre falsch zu sagen, dass es daran liegt, dass ich mich so gesund ernähre. Ich glaube es hängt eher damit zusammen, dass ich bewusster esse. Schnell eine Schinkensemmel oder ein Cheeseburger zwischendurch gibt es nicht mehr. Das zählte definitv zu meinen schlechtesten Angewohnheiten. Dazu kommt, dass mein Blutdruck und gleichzeitig mein Blutzucker anfingen mit Probleme zu bereiten, weswegen mir mehr oder weniger verboten wurde große, fettige Speisen zu mir zu nehmen. Das Schnitzel mit Pommes wurde also gegen einen Salat mit Brot getauscht. Es klingt in vielleicht einfach, aber es war relativ viel aufeinmal. Ich musste wirklich darauf achten wann ich was esse. Ich bin seit dieser „Diagnose“ 3 Mal in der Ubahn umgekippt – lustig ist anders, aber das tut hier nichts zu Sache.

Vegetarisch zu kochen ist einfach – ich versuchte nicht das Fleisch zu ersetzen, ich konzentrierte mich bewusst auf die Beilagen und machte diese zu den Stars meines Tellers. Und ich stellte fest wie sehr ich die Beilagen schon immer geliebte habe. Ich fing an, viele Dinge zu probieren die ich früher nicht probiert hatte, einfach aus Gewohnheit. Und ich hätte mich Orfeigen können, so viel Tolles hatte ich mir all die Jahre entgehen lassen! Gut, hätte ich Manches früher probiert, hätte es mir möglicherweise nicht einmal geschmeckt.

Zu sagen wie toll ich mich fühle und das sich mein gesamtes Leben verändert hat wäre definitv eine Lüge. Aber zugegeben, ich fühle mich besser. Ich achte mehr auf mich und die Minus 6 Kilo stehen mir auch ganz gut, wobei ich bald neue Hosen einkaufen gehen muss. 🙂

Viele sagten es und langsam glaube ich es aus: vom Vegetarier zum Veganer ist es kein weiter Weg. Mit diesem Thema möchte ich mich genau so bewusst beschäftigen, daher verschiebe ich das Ganze auf die Weihnachtszeit! Und damit Ihr alle seht, dass ich nicht am verhungern bin, hier ein paar Bilder von Speisen, die in meinem Bauch gelandet sind:

 

Keep your Head up – and your Heart strong

9 replies »

  1. Ich finde das sehr schön und kann nur bestätigen, dass sich einfach grundlegend etwas am Essverhalten dadurch ändert. Ich esse jetzt Dinge, von denen ich zuvor nicht einmal etwas gehört habe. Und plötzlich kann ich auch alles essen, bin nicht mehr so wählerisch und zickig. Vor allem bezüglich Tomaten, die jetzt fast immer die Grundlage für alles sind. Hast du auch Veränderungen bezüglich deines Geschmackssinnes bemerkt?

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    • Genau so geht es mir auch! Ja habe ich – ich verabscheue alles was Bitter ist zwar noch immer, aber vieles was ich früher nicht mochte, zählt heute zu meinen Lieblingsspeisen. Und wie du richtig sagst: man ist nicht mehr so wählerisch und zickig. Gibt es Etwas was Du früher gehasst hast und mittlerweile total gerne isst?

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      • Ich war bei Gemüse schwierig, jetzt fress ich alles. Außer Ketchup. Der isr für mich nur noch süß. Und nach einer gewissen Zeit konnte ich kein Rührei mehr essen (oder generell Ei), da es für mich nur nach Huhn geschmeckt hat. Das fand ich dann irgendwie befremdlich.

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  2. Wir haben ähnliche Erfahrungen gemacht, nachdem wir uns als Familie vor über drei Jahren zu diesem Schritt entschieden hatten. Am verblüffendsten war für uns im Nachhinein, wie viele unzählige Gerichte es gibt, die kein Fleisch vermissen lassen! Bis dahin dachten wir nämlich, dass man im Grunde das gleiche ist und nur das Fleisch weg lässt.
    Liebe Grüße, Achim

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