Reisen

Lost in Bratislava

Ich gebe zu, ich war erst Anfang des Monats schon verreist, nach Schweden und Dänemark, doch ich brauchte es wieder: eine Flucht. Eine Flucht vor dem Leben, dem Alltag, einfach allem. Raus, irgendwohin, einfach weg. Zum Glück ging es meiner Mitbewohnerin genau so. Also verbrachten wir das Wochenende in Bratislava.

Mein wichtigstes Reiseequipment.

Mein wichtigstes Reiseequipment.

Ich auf der Ufo-Brücke

Ich auf der Ufo-Brücke

Sonnenuntergang von unserem Boot aus.

Sonnenuntergang von unserem Boot aus.

Wem oder was ich entkommen wollte, ist jetzt im Moment unwichtig. Hier geht es einzig und allein um die Reise. Wir entschieden uns mit Flixbus zu fahren, da es hin und zurück nur 15 € kostete. Da wir den Bus um 14:30 verpassten, stiegen wir in den um 16:30 ein, und blieben aber eine Stunde sitzen bis er endlich losfuhr. Denn bei dem Versuch einzuparken, streifte er ein Auto, und bis das alles dann protokolliert war, dauerte es ein wenig. Das fing ja schon mal gut an. Eine knappe Stunde kamen wir dann auch in Bratislava an. Da unser Hotel direkt auf der Donau war ( wir schliefen in einem Hotel-Boot, unsagbar cool! ) fanden wir es relativ schnell. Die Zimmer waren klein aber süß, der Sonnenuntergang wunderschön und im gesamten überzeugte das Boot mit seinem Charme. Wir gingen danach in die Stadt um zu Abend zu essen. Bratislava ist wirklich günstig! Mein Cocktail und meine Hauptspeise kosteten beide jeweils 6,50€. Danach spazierten wir noch die Burg rauf, und genossen den Ausblick von Bratislava bei Nacht.

Bratislava bei Nacht.

Bratislava bei Nacht.

Am nächsten Morgen standen wir früh auf und spazierten durch die Stadt. Das Frühstück auf dem Boot war gut, nur schade dass es keine Früchte gab. Um 11:00 machten wir bei einer „Be Free Tour“ mit, unsere Tourguidin Andy war wirklich super lieb! Die Tour dauerte knapp 2 1/2 Stunden. Gefühlt war es auch total ausreichend, da die Stadt, vorallem die Altstadt, nicht sehr groß ist. Wir steuerten sofort ein Restaurant an, und wurden bitter enttäuscht. Uns wurden total unfreundlich Brote serviert. Also aßen wir auf, und gingen zum nächsten Restaurant wo ich mir Kaiserschmarren bestellte, der interessanterweise voller Karamel war. Ziemlich ekelhaft schmeckte der. Aber immerhin war mein Mineralwasser gut. „Und was machen wir jetzt?“ fragten wir uns gegenseitig. Zum shoppen waren wir nicht nach Bratislava gekommen, die Stadt hatten wir auch schon durch. Also fuhren wir zur Burg Devin.

Der freundliche Mann mit Hut und ich.

Der freundliche Mann mit Hut und ich.

Überreste der Burg Devin

Überreste der Burg Devin

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Endlich auf dem Sandberg angekommen!

Der Sandberg.

Der Sandberg.

Auf dem Weg dahin, lernten wir einen Österreicher kennen, der einen Tagestrip nach Bratislava machte. Philipp schloss sich uns einfach an, und nachdem wir dort ankamen spazierten wir herum. meine Mitbewohnerin und Philipp übten mit Pfeil und Bogen zu schießen, während ich mich mit den Ziegen anfreundete. Die Burg ist wirklich schön und man hat einen sehr schönen Ausblick von dort. Gut, ich gebe zu es sind eher die Überreste der Burg, trotzdem ein schöner Ort. Von dort beschlossen wir zum Sandberg zu fahren, der nur einige Kilometer entfernt war. Da wir die Bushaltestelle nicht fanden ( die sich traurigerweise direkt vor unseren Augen befand), machte sich meine Mitbewohnerin einen Spaß draus und tat so als woltle sie trampen. Und tatsächlich, nur wenige Sekunden später hielt ein Mann an, der bereit war uns mitzunehmen. Philipp saß vorne, und wir beide mussten im Kofferaum eines weißen Lieferwagens sitzen, könnte genauso gut der Beginn eines schlechten Horrorfilms sein. Doch alles ging gut aus, da uns der nette Mann am Fuße des Sandberges absetzt.

Es hatte gefühlte 100 Grad. Es war viel zu heiß. Trotzdem gingen wir rauf, und es zahlte sich aus, der Ausblick war fabelhaft! Und auch wenn man es nicht glaubt: der Sandberg ist tatsächlich sehr sandig. Hätte ich mir nicht erwartet. Danach gings wieder runter, zum Bus und mit dem zurück in die Stadt. Wir tranken noch was mit Philipp, bevor er zurück nach Wien fuhr. Wir blieben in dem Lokal und aßen dort auch gleich zu Abend. Und ich aß noch nie so ein gutes Champignon-Risotto wie an diesem Abend. Traumhaft, wunderbar, köstlich. Es war ein Traum. Völlig kaputt von diesem Tag gingen wir nach Hause.

Ausblich vom Sandberg

Ausblick vom Sandberg

Und sie haben getroffen!

Und sie haben getroffen!

Meine neuen Freunde die Ziegen.

Meine neuen Freunde die Ziegen.

Der letzte Tag war relativ kurz, da wir zu Mittag den Bus nach Hause nahmen. Wir spazierten nur ein wenig in der Stadt herum. Im Großen und Ganzen muss ich aber zugeben, Bratislava ist eine Reise wert. Für einen Wochenendausflug hat es alles zu bieten, was man sich wünschen kann.

Keep your Head up – and your Heart strong.

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