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Dalai Lama, once again.

Ich dachte mir, wenn ich schon mal so „groß“ ankündige eine so spirituelle Persönlichkeit wie den Dalai Lama sehen zu dürfen, darf ich auch nicht vorenthalten wie es denn war, nicht wahr?Also vorab, erleuchtet oder irgendwas in der Art wurde ich nicht. Es war Arbeit, es war unorganisiert und es war stressig. Aber es war nett. Der Dalai Lama sprach über viele wichtige Dinge, Achtsamkeit, Liebe Mitgefühl und mehr. Leider ist sein englisch nicht so, das man ihn ganz einfach versteht, man muss ganz genau hinhören, doch selbst dann ist es nicht einfach ihn zu verstehen. Deswegen hatten auch viele ihre Kopfhörer auf, auf denen ein Übersetzer in der jeweiligen Sprache übersetzte.

Wenn ich ehrlich bin wollte ich sowas nicht tragen, denn auch wenn ich nicht alles verstanden habe, finde ich, geht doch ein wenig verloren beim übersetzten. Und da der Dalai Lama schon selber seine Rede auf Englisch übersetzte, ist sicher schon einiges verloren gegangen. Kann auch sein, das ich mir das in meiner kleinen Welt einfach so einbilde, aber nachdem ich zumindest angefangen habe 6 Sprachen zu lernen ( und nein, ich spreche leider keine 6 Sprachen), habe ich schon gemerkt, dass jede Sprache total eigen ist.

Die Atmosphäre auf solchen Veranstaltungen ist schon was besonderes, sehr viele Tibeter und  Menschen aus der restlichen Welt die Rat suchen. Oder irgendwas anderes, was sie vermutlich nur in sich selber finden können, aber das ist ja wieder eine andere Geschichte. Ich glaube ich wurde noch nie so oft an einem Wochenende angelächelt wie an diesem. Es ist nicht dieses Lächeln, das man in Disko oder Bars vom anderen Geschlecht bekommt, es ist ein warmes und herzliches Lächeln, oder Hintergedanken. Quasi, also würde dir jeder damit sagen wollen „schön dass du da bist“.

Ein Moment der mich wirklich gerührt war, als ein kleiner Junge eine Frage stellte. Es gibt immer eine Art „Fragestunde“ in der die Menschen im Publikum Fragen stellen dürfen und ein kleiner Junge fragte:

„Wieso ärgern mich die anderen Kinder in der Schule alle?“

Am liebsten hätte ich den kleinen Jungen umarmt. Anscheinend war diese Frage nicht angekündigt, da auf einmal Stille im Raum war und selbst der Dalai Lama überrascht schien. Nach einigen Sekunden der Stille, antwortete er:

“ Ich weiß es nicht. Manchmal haben die Leute Angst oder sind neidisch und tun deswegen gemeine Sachen. Es ist aber nicht wichtig, was die anderen denken, wichtig ist, was du denkst.“

Gefolgt wurde die Antwort noch von ein paar Ratschlägen, die der kleine Junge glaube ich aber nicht wirklich verstanden hat, da sein englisch wohl nicht ausreichend war, aber als der Mann der neben ihm stand wohl alles übersetzte, hat er gelächelt. Auch wenn ich zu wenig geschlafen, getrunken und gegessen habe, war es ein anstrengendes Wochenende, das ich wiederholen würde. Ich hoffe Ihre hattet auch ein wundervolles Wochenende!

Nachtrag ( eine Stunde später…): Tibeter sind Teil einer anderen Kultur, die den europäischen „Humor“ schnell anders verstehen können. Ich habe nämlich ein paar Post-its an den „Mann gebracht“. Die Leute haben sich darüber gefreut, was mich wiederum gefreut hat. Aber ich glaube, ein Tibeter dem ich auch ein „Herzi“ schenkte, dachte ich sei in ihn verliebt oder ähnliches, und zeigte es seinen Freunden, die mich alle im selben Moment anschauten. Was lernt man daraus? Andere Kulturen fassen manches anders auf!

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Keep your Head up – and your Heart strong.

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