Reisen

I’m all dressed up for Prague.

Happy New Year. Prosit Neu Jahr.  Ich bin zwar 15 Tage zu spät dran, aber was solls. Was soll man über Silvester sagen oder schreiben, was nicht schon jemand anderer gesagt oder geschrieben hat? Meine Vorsätze? Gibt es nicht. Die Magie des neuen Jahres? Gibt es auch nicht. Aber hier habe ich eine Story, ganz einfach mein Silvester.

Gut wie der Titel schon sagt, verbrachte ich Silvester in Prag. Es war zum zweiten Mal im Leben das ich diese besondere Nacht im Ausland verbrachte. Das erste Mal war ich im Familienurlaub und ich war relativ jung, also nicht sehr aufregend. Dieses Jahr beschlossen eine Freundin und ich spontan nach Prag zu fahren, wir brauchten es beide. Abstand von allem und jedem. Wir stiegen ins Auto und fuhren los. Wir kamen vormittags in unserem Hotel an. Auf der Homepage stand zwar, dass das Personal deutsch/englisch/tschechisch/französisch spricht, aber dem war dann doch nicht wirklich so. Naja, mit Händen und Füßen hat man sich schon immer irgendwie verstanden, oder?

I pack my suit in a bag
I’m all dressed up for prague
I’m all dressed up with you
All dressed up for him too…

Das Hotel war wirklich nett, außer das wir uns das Badezimmer teilen mussten, lustigerweise haben wir genau so die Leute erst kennengelernt. Habt Ihr gewusst, das genau dieses Jahr irgendwie Christlichen Jugend-silvester-Party in Prag stattfand mit ca. 30 000 Teilnehmern? Wir nicht, also doch, aber nicht in dem Ausmaß. Die Straßen waren voller Jugendlicher aus der ganzen Welt die sehr, naja Flirtwillig waren. Nach dem wir die Stadt erkundet hatten, zu Mittag und zu Abend gegessen haben, gingen wir zurück ins Hotel. Wo wir aufgrund der Badezimmer auch unsere „Nachbarn“ kennenlernten. Irgendwie Weltenbummler, die definitiv weniger Parfum benützen sollten! Aber ansonsten sehr nett. Wie verbrachten den Abend in unseren Superhelden Pyjamas, mit fremden Männern und tranken Alkohol. Klingt doch nach einem entspannten Abend, oder? Ich habe es total genossen, weil wie gesagt – neue Menschen sind nun mal meistens interessant.

Wrap myself in a bag
I’m all wrapped up in prague

Die nächste Zeit, auch Neujahr verbrachten wir mit Ihnen. Es war sehr intensiv. Diese Personen hatten ganz andere Weltansichten, fernab von denen eines „durchschnittlichen Europäers“. Ich weiß nicht mehr wie lange ich Ihren Worten zuhörte, sicher mehrere Stunden. Angeblich bin ich jemand, dem man gerne sein Leben erzählt, sagen zumindest einige Freunde von mir. Nach dem mich aber plötzlicher jeder einzelne von denen versucht hat anzubaggern, ging ich irgendwann Frühmorgens ins Bett. Nachdem wir aufwachten und gefrühstückt hatten, verabschiedeten wir uns von unseren neuen Bekanntschaften da sie weiter reisen mussten. Wir verbrachten den Tag wieder in der Stadt, wir waren total übermüdet und kaputt, aber gut, wie oft ist man denn schon wo anders?

I could wait for you
Like that hole in your boot
Waiting to be fixed
I could wait for you
What good would that do
But to leave me pricked?

Am Abend sahen wir noch ein wunderschönes Feuerwerk, das wir am Silvester Abend durch den Nebel wirklich verpasst hatten. Wir standen auch genau bei der Brücke an der das Feuerwerk stattfand, da hatten wir richtig Glück. Durchgefroren tranken wir noch einen Kakao und fuhren dann ins Hotel zurück. Wir hatten es diesen Kerlen ordentlich angetan, denn sie kamen extra mitten in der Nacht zurück. Nur um uns ein Geschenk da zu lassen. Sie versuchten auch in unser Zimmer zu kommen, aber ich entschloss mich dafür das ich jetzt lieber schlafen will. Am nächsten Morgen fanden wir vor unserer Tür ein kleines Geschenk und einen Zettel, auf dem stand, sie hätten das beste Silvester ihres Lebens mit uns verbracht, süß oder? Ja das wars, mein Silvester 2014/2015. Die Geschichte der Heimreise erspare ich Euch lieber, denn die war wirklich unspektakulär.

Prepare myself for a war
And I don’t know what i’m doing this for
Trying to let it all go
But how can I when you still don’t know?

Um ehrlich zu sein, musste ich Silvester im Ausland feiern, es führte kein Weg dran vorbei. Vor irgendwas wollte ich flüchten, was genau was ich nicht. Ich kann mir gut vorstellen das es eine Alltags-Flucht war. Einfach weg. Und es tat so unsagbar gut, keinen spezifischen Plan zu haben, kein spezifisches Ziel. Ich glaube so besonders und abwechslungsreich war Silvester für mich noch nie.

Also im Nachhinein: Ein frohes neues Jahr!

Keep your Head up – and your Heart strong.

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